Ein Licht durchbricht die Nacht

Eine Freude: die Sternsinger aus Grafenwiesen
Eine Freude: die Sternsinger aus Grafenwiesen

Heilig Dreikönige in Grafenwiesen

Mit einem feierlichen Gottesdienst beging am vergangenen Sonntag die Pfarrei Grafenwiesen das Hochfest „Erscheinung des Herrn“. Unter Glockengeläut zogen Pfarrer Dr. Peter Chettaniyil und Diakon Thomas Bauer mit den Ministranten (letztere verkleidet in herrliche Königsgewänder) in die Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit ein. „Wo ist der neugeborene König der Juden?“ Diese Frage stellten die Sterndeuter aus dem Osten. Das Dreikönigsfest hat ihren Anfang bei dem Propheten Elia genommen, so die einführenden Worte von Pfarrer Peter. Ein Stern geht auf in Jerusalem, ein Zepter erhebt sich in Israel in der Nacht, als Jesus geboren wurde. Zu Beginn der Feier vollzog er die Segnung von Wasser, Salz, Kreide und Weihrauch. Danach erteilte er zuerst den Sternsingern und anschließend allen Gläubigen den Segen.

In seiner beeindruckenden Predigt ging Thomas Bauer auf die Gaben von damals ein, die die Sterndeuter dem Kind zur Krippe brachten. Um das Geschehen zu verdeutlichen, legten die Minis zum Beispiel eine Kiste mit Gold und wertvolle Geschenke vor dem Jesuskind in der Krippe nieder. Damit zeigen wir an, dass wir heute in Wohlstand leben und es uns gut geht. Der geweihte Rauch sagt uns, dass Gott allein die Ehre gebührt, er ist unser Menschenbruder. Nicht Gold und sonstiges Materielles zählen, vielmehr sagen wir dem Jesuskind, dass es alles annimmt, was unsere Seele mit Freude erfüllt: Glück, Freude, Begeisterung; aber auch das, was unser Gemüt betrifft. Schließlich wurde auch Myrrhe dargebracht. Diese verwendete man zur Wundheilung, so die Worte des Diakons. Damit bringen wir auch unsere heimlichen Klagen und Enttäuschungen vor das Kind in der Krippe. Wie Thomas Bauer unter anderem weiter ausführte, dürfen wir alles an der Wiege ablegen, was uns belastet, so dass wir befreiter in ein neues Jahr eintreten können.

Pfarrer Peter bedankte sich beim Diakon zum Schluss der Heiligen Messe sehr herzlich für diese wunderbare Predigt. Nach seiner Meditation „Ein Licht durchbricht die Nacht“, die viel Raum zum Nachdenken ließ, bedankte er sich bei den Sternsingern, die zwei Tage lang unterwegs waren und Spenden für die Kinder in Peru sammelten. Danach erteilte er den Schlusssegen. (hwp)

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